Verbascum nigrum – schwarze Königskerze
1 Pflanze im P05-Topf (UG n.n., Fl)

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Die Schwarze Königskerze (Verbascum nigrum) ist eine heimische, ausdauernde bis kurzlebige Wildstaude mit zahlreichen leuchtend gelben Blüten und auffälligen violett behaarten Staubfäden. Ihre langen, aufrechten Blütenstände bieten Wildbienen und Hummeln reichlich Pollen. Die robuste Pflanze eignet sich hervorragend für sonnige, naturnahe Staudenbeete, Wildblumenflächen und extensiv gepflegte Gartenbereiche.

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Beschreibung

1 Pflanze im P05-Topf

Die Schwarze Königskerze (Verbascum nigrum) ist eine heimische, meist mehrjährige, gelegentlich kurzlebige Wildstaude aus der Familie der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae). Von Juni bis September erscheinen zahlreiche leuchtend gelbe Blüten an langen, aufrechten, häufig verzweigten Blütenständen. Besonders charakteristisch sind die auffälligen, violett behaarten Staubfäden, die einen reizvollen Kontrast zu den gelben Blütenblättern bilden.

Anders als viele andere Königskerzenarten besitzt die Schwarze Königskerze vergleichsweise dunkelgrüne, wenig filzige Blätter. Die grundständigen Blätter sind gestielt und häufig herzförmig bis eiförmig. Die Pflanze bildet zunächst eine kräftige Blattrosette, aus der sich im Sommer die stattlichen Blütenstände entwickeln.

Die Blüten sind besonders für pollen­sammelnde Wildbienen interessant. Hummeln und verschiedene andere Wildbienen besuchen die Blüten regelmäßig, um Pollen zu sammeln. Durch die lange Blütezeit trägt die Schwarze Königskerze über mehrere Sommermonate zum Nahrungsangebot für blütenbesuchende Insekten bei.

Verbascum nigrum bevorzugt sonnige bis leicht halbschattige Standorte auf mäßig trockenen bis frischen, gut durchlässigen und eher nährstoffreichen Böden. In der Natur wächst die Art häufig an Wegrändern, auf Böschungen, in Säumen, auf Lichtungen und an anderen offenen, extensiv genutzten Standorten.

Im Naturgarten eignet sich die Schwarze Königskerze hervorragend für sonnige Wildstaudenbeete, naturnahe Blumenwiesen, Gehölzsäume und größere Pflanzflächen. Ihre hohen Blütenstände setzen markante vertikale Akzente und lassen sich gut mit Wiesen-Salbei (Salvia pratensis), Gewöhnlichem Natternkopf (Echium vulgare), Wilder Möhre (Daucus carota) und Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) kombinieren.

Nach der Blüte entwickeln sich zahlreiche kleine Samenkapseln. Werden die Blütenstände über Winter stehen gelassen, bieten sie zusätzliche Strukturen im Garten und ermöglichen eine natürliche Selbstaussaat.

Eigenschaften:

  • Heimische Wildstaude
  • Meist ausdauernd, gelegentlich kurzlebig
  • Leuchtend gelbe Blüten mit violett behaarten Staubfäden
  • Blütezeit von Juni bis September
  • Besonders wertvolle Pollenpflanze
  • Attraktiv für Wildbienen und Hummeln
  • Winterhart und robust
  • Bildet eine kräftige grundständige Blattrosette
  • Aufrechte, häufig verzweigte Blütenstände
  • Für sonnige bis leicht halbschattige Standorte
  • Bevorzugt mäßig trockene bis frische, durchlässige Böden
  • Wuchshöhe ca. 60–120 cm, gelegentlich höher
  • Vermehrung durch Selbstaussaat möglich
  • Ideal für Wildstaudenbeete, Säume und naturnahe Pflanzungen

„Heimische Wildstaude – wertvolle Pollenpflanze für Wildbienen“

Ökologischer Hinweis: Die Schwarze Königskerze bietet ihren Blütenbesuchern vor allem Pollen. Die Blüten besitzen kein nennenswertes Nektarangebot. Besonders Hummeln können den Pollen durch Vibration der Staubbeutel lösen. Die Pflanze ist deshalb vor allem als Pollenquelle und nicht als klassische Nektarpflanze interessant.

Besonderheit – Winterverhalten: Die Schwarze Königskerze ist nicht zuverlässig wintergrün. Im Herbst sterben die oberirdischen Blütenstängel ab, und auch die grundständigen Blätter können sich zurückziehen oder vollständig absterben. Je nach Witterung bleiben einzelne Rosettenblätter erhalten. Im Frühjahr erfolgt der Neuaustrieb aus dem überwinternden Wurzelstock beziehungsweise der Rosette.

Aussaat und Vermehrung: Verbascum nigrum ist ein Lichtkeimer. Die sehr feinen Samen sollten auf die Oberfläche eines feuchten Aussaatsubstrats gestreut und nur leicht angedrückt werden. Bei Temperaturen um 15–20 °C erfolgt die Keimung unter günstigen Bedingungen meist innerhalb von zwei bis vier Wochen. Eine Kältebehandlung ist normalerweise nicht erforderlich.

Hinweis zur Jungpflanzenproduktion: Die Schwarze Königskerze bildet bereits früh eine kräftige Pfahlwurzel. Deshalb sollten Jungpflanzen rechtzeitig pikiert beziehungsweise getopft werden. Längeres Stehen in sehr kleinen Anzuchtzellen kann die weitere Entwicklung beeinträchtigen.

 

Quelle und mehr Infos:  naturaDB

Zusätzliche Informationen
Gewicht0,33 kg
Maße10 × 10 × 15 cm
ArtikelartPflanze
Blütegelb
Bodendurchlässig, lehmig, nährstoff normal, nährstoffarm, PH-Wert kalk-basisch, PH-Wert neutral, PH-Wert sauer
Höhe100 cm, 110 cm, 120 cm, 130 cm, 140 cm, 150 cm, 60 cm, 70 cm, 80 cm, 90 cm
Lichtsonnig
PflanzenartStaude, mehrjährig, zweijährig
Verwendung(alte) Heilpflanze, Beet, Gehölzrand, Naturgarten, unter Bäume mit Wurzeldruck
Herkunft
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